Rote-Erdbeer-Rolle {Rote Beete / Erdbeere / Schokolade / Sahne}

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Tatsächlich gibt es heute die erste Biskuitrolle in der Kuchenwelt - nach drei Jahren wurde es wohl auch Zeit! Meine Mama hat sie früher sehr oft gemacht, meist mit Preiselbeeren und Schlagsahne gefüllt, sehr lecker.

Ich habe mich heute aber zu einem Experiment hinreißen lassen: Rote Beete Pulver! Die liebe Denies verwendet es gerade in einigen Ihrer Rezepte und das hat mich zum Kauf bewegt, denn ich liebe Rote Beete in jeder Variante - ist euch auch schon aufgefallen, oder? Mit weißer Schokosahne und Erdbeeren - super lecker und gar nicht schwierig! Egal ob zum Muttertag oder einfach so in der Erdbeersaison, allein farblich ist die der Knaller, vom Geschmack ganz zu schweigen.

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Zuten für den Biskuit  

  • 3 große Eier
  • 120g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 60ml heiße Milch
  • 60g Butter
  • 90g Mehl
  • 40g Speisestärke
  • 20g Rote-Beete-Pulver
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung 

  • 350g Schlagsahne
  • 2 Blatt Gelatine  
  • 100g weiße Kuvertüre (gehackt) 
  • 250g Erdbeeren
  • 2-3 Stile frisches Basilikum
  • 1 El Reissirup

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Ober-Unter-Hitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.  Für die Biskuit die Eier mit dem Zucker und der heißen Milch sehr luftig aufschlagen, ein bisschen Geduld kann nicht schaden. Die geschmolzene, lauwarme Butter hinzu geben und kurz unterrühren. Nun die trockenen Zutaten mischen, über die Eimasse sieben und mit einer Gummizunge rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Durch große Bewegungen am Rand und Boden der Schüssel entlang bleibt möglichst viel Luft im Teig und so wird er wunderbar fluffig. Den Biskuit auf dem Blech glatt streichen und für ca. 15-18 Minuten backen. Die noch heiße Oberfläche mit Puderzucker bestäuben und auf ein sauberes Geschirrtuch stürzen. Das Backpapier befeuchten - Vorsicht es ist sehr heiß - und vorsichtig abziehen. Den Biskuit vollständig mit dem Tuch auf einem Gitter auskühlen lassen. 

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Die Erdbeeren putzen und klein würfeln. Das Basilikum evtl. waschen und sehr fein schneiden. Beides mischen, den Sirup zugeben und einen Moment ziehen lassen. Die Gelatine nach Packungsanweisung einweichen. 250g Schlagsahne steif schlagen und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen. Die übrige Sahne erhitzen und über die klein gehackte Schokolade geben. Alles glatt rühren und die ausgedrückte Gelatine zügig darin auflösen. Wichtig ist, dass gründlich und kräftig gerührt wird, damit keine Klumpen entstehen. Sobald die Schokolade fest wird die Sahne gründlich unterheben und die etwas abgetropften Erdbeeren ebenfalls unterheben. Den Biskuit mit dem "Erdbeerwasser" tränken, die Creme bis auf einen Rand auf dem Boden verteilen und die Rolle mit Hilfe des Handtuchs aufrollen. 

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Die Biskuitrolle für mindestens 3 Stunden kalt stellen. Die Endstücke abschneiden und die Rolle servieren. Die Schokolade verleiht ihr eine angenehme Süße und das Basilikum gibt den Erdbeeren einen besonderen Kick. Lasst euch von der Farbenpracht und dem Geschmack verführen und habt eine köstliche (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Karnevalskrapfen {Rote Beete / Hefe / Zuckerguss}

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Ein dreifaches Helau auf die Karnevalszeit!

Wie versprochen, gibt es heute ein Wiedersehen mit den herrlichen Krapfen, die ich euch bereits zu Neujahr gezeigt habe. Passend zur Karnevals- oder Faschingszeit kommen sie heute in leuchtendem Pink, ein bisschen verrückt also, daher. Mit frisch gepresstem Rote-Beete-Saft lässt sich der Teig wunderbar färben und sie sind so ein echter Hingucker auf jedem Karnevals-Buffet.

Zwar braucht die Vorbereitung etwas Zeit, aber die Mühe lohnt sich. Das Original-Rezept stammt übrigens aus dem Buch „Der Große Lafer Backen“.

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Zutaten für den Hefeteig

  • 50ml Milch
  • 150ml frisch gepresster Rote-Beete-Saft
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 500g Mehl (Typ 405)
  • 200g Zucker
  • 2 Eier
  • 2 Eigelbe
  • 50g flüssige Butter
  • 1 Prise Salz

Zutaten zum Ausbacken & für die Deko

  • 500ml Erdnussöl oder Butterschmalz zum Ausbacken
  • ca. 4-5 EL Marmelade oder Lemoncurd nach Geschmack
  • 200g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
  • einige Tropfen Lebensmittelfarbe
  • einige Zuckerperlen

Zubereitung

Die Milch und den Rote-Beete-Saft erhitzen, mit je einem Esslöffel Zucker und Mehl mischen und dann die Hefe hineinbröseln. Alles gut verrühren und solange stehen lassen, bis die Hefe Blasen wirft. 

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Das restliche Mehl und den Zucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und eine Mulde formen. Eier, Eigelb und flüssige Butter hinzugeben und mit dem Knethaken vorsichtig verrühren. Die Hefemilch hinzufügen und alles zu einem glatten, feuchten Teig verarbeiten. Sollte der Teig zu feucht sein, noch etwas Mehl hinzugeben. Den Teig anschließend abgedeckt ca. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. 

Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einer Rolle formen und in ca. 20 Portionen teilen. Jede Portion zu einer Kugel formen und auf ein leicht bemehltes Backblech setzten. Den Teig nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen, so dass am Ende die Größe der Teiglinge deutlich zugenommen hat.

Das Fett in einem weiten Topf oder in einer Pfanne mit Deckel erhitzen, bis es eine Temperatur von ca. 170°C erreicht hat. Die Krapfen in Portionen ausbacken. Sobald die Krapfen im heißen Fett schwimmen, den Deckel für etwa anderthalb Minuten schließen, die Krapfen anschließend vorsichtig wenden und von der anderen Seite solange backen, bis sie goldbraun sind. Das dauert nochmal ca. 1 Minute.

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Die fertigen Krapfen auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Marmelade füllen. Dafür die Marmelade in einen Beutel mit einer langen Spritztülle füllen und eine Haselnussgroße Portion vorsichtig in jeden Krapfen spritzen. Puderzucker mit Zitronensaft glattrühren und die Oberfläche mit ein paar Tropfen der Lebensmittelfarbe mit Hilfe eines Zahnstochers marmorieren, d.h. die Farbe in Schlieren durch den Guss ziehen. Die Krapfen mit der Oberseite in den Guss tauchen, ggf. zusätzlich mit Zuckerperlen bestreuen und den Guss trocknen lassen.

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Die Krapfen sollten unbedingt noch leicht warm serviert werden. Egal ob mit einem Gläschen Champagner, einer Tasse Tee oder Kaffee oder einer Apfelsaftschorle – die Krapfen sind super köstlich und sollten möglichst rasch verzehrt werden. Man kann das Mittagessen oder das Abendessen ja schließlich auch einfach mal ausfallen lassen. Wer den Geschmack von Roter Beete nicht so gerne mag, der verwendet nur Milch und verzichtet auf die Zugabe von Rote Beete Saft.

Eine schöne Karnevals-(Kuchen-)Zeit wünscht eure Tine

Vegane Burger-Buns {Stevan Paul's „Auf die Hand“}

Vegane Rote-Beete-Buns

Vegane Rote-Beete-Buns

Türmen sich bei euch daheim auch Bücher und Zeitschriften mit Rezepten, die unbedingt ausprobiert werden wollen, aber dafür viel zu oft die Zeit und der rechte Moment fehlen? Ich muss ja zugeben, dass ich ein absoluter Koch- und Backbuch-Junkie bin und meine Sucht auch vor Zeitschriften nicht Halt macht. Allerdings gehöre ich zu genau der Kategorie Konsumenten, die zwar alles liest, aber super selten wirklich Rezepte nachkocht oder -backt. Meist komme ich doch zu Bewährtem und Geliebtem zurück - oder aber ich probiere Neues „spontan“ aus, ohne mich dabei genau an die Empfehlungen im Rezept zu halten. Anders verhält es sich momentan mit dem wunderbar gelungenen Kochbuch Auf die Handvon Stevan Paul! ('klick') Daraus habe ich schon so einiges gemacht und bin immer wieder begeistert. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Stevan mit der Vielfalt an Fingerfood, Burgern und Stullen genau meinen Geschmack getroffen hat.

Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, von dem ich – Stevan möge mir verzeihen – meine Finger allerdings nicht lassen konnte und das ich ein bisschen abgewandelt habe. Es gibt Vegane (!!), schon wieder eine Premiere bei ZeitfürKuchen, Burger-Buns oder Burger-Brötchen, wie mein Liebster sagen würde. Auch wenn ich vor allem dem Käse nicht vollständig abschwören kann, fasziniert mich dieser Trend zu einer rein pflanzlichen Ernährung doch sehr und ich versuche immer wieder ihn in unsere Küche und meine Backstube einfließen zu lassen.

Frisch aus dem Ofen...

Frisch aus dem Ofen...

Aber zurück zu dem „Wunderteig“, wie Stevan ihn in seinem Buch nennt, aus dem er Burger- oder Hotdock-Buns herstellt. Statt Milch und Wasser habe ich puren Rote-Beete-Saft verwendet - danach muss man meist ein bisschen suchen. Mich hat einfach die Vorstellung fasziniert, rote Brötchen herzustellen. :) Den Zucker habe ich durch - eine kleine Menge - Agaven-Dick-Saft und die Butter durch vegane Margarine ersetzt. Die beiden Eier mussten zwei EL Sojajoghurt weichen. Was soll ich sagen – seht selbst:

Zutaten

  • 450g Weizenmehl (Typ 505)
  • 50g Maisgries
  • 200ml Rote-Beete-Saft (ohne weitere Zusätze)
  • 20g Agaven-Dick-Saft
  • ½ Würfel Hefe (da bin ich meist ein bisschen großzügiger)
  • 80g vegane Margarine
  • 2 EL Sojajoghurt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Bei der Zubereitung habe ich mich, ganz brav, an die Empfehlung von Stevan gehalten. Das Mehl mit dem Maisgries mischen und in die Schüssel der Küchenmaschine geben, denn die wird später zum Einsatz kommen. Alternativ kann man natürlich auch eine Rührschüssel verwenden. Den Rote-Beete-Saft in der Mikrowelle oder auf dem Herd spürbar erwärmen und den Sirup einrühren. Anschließend wird die Hefe in kleineren Bröckchen dazugegeben. Dann rühre ich alles vorsichtig glatt, so dass sich die Hefe komplett auflöst. Diesen Vorteig gebe ich in eine Mehl-Gries-Mulde und decke alles mit einem sauberen Tuch ab.

Alle Zutaten abwiegen und bereit stellen

Alle Zutaten abwiegen und bereit stellen

Nach ca. 30 Minuten gebe ich die verbleibenden Zutaten dazu und lasse alles von meiner Küchenmaschine zu einem festen Teig verkneten. Den Teig, auch wenn er bereits fertig erscheint, mit der Küchenmaschine gründlich durchkneten. Er sollte sich vollständig vom Rand der Schüssel lösen.

Nun schalte ich die Küchenmaschine aus, entferne den Teig vom Knethaken und decke alles abermals mit meinem Tuch ab. Der Teig darf nochmals mind. 30 Minuten gehen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat. Wichtig für eine optimale Entwicklung des Teiges ist, dass er wirklich nicht den geringsten Luftzug bekommt.

Der Teig auf dem Weg zum Brötchen

Der Teig auf dem Weg zum Brötchen

Wenn der Teig soweit ist, mehle ich meine Arbeitsflüche großzügig und hole den Teig mit einem Teigschaber, ohne ihn nochmals zu kneten, aus der Schüssel. Auf der Arbeitsfläche forme ich ihn vorsichtig mit den Händen, so dass ich ihn mit einem leicht bemehlten Messer in gleich große Teile schneiden kann. Das können 10 bis 12 gleichmäßige Teigstücke sein. Diese habe ich zu Brötchen geformt und dafür den Teig mit den Fingern nach innen gefaltet so dass auf einer Seite eine Naht entsteht (das wird später der Boden vom Brötchen) und die Oberseite eine glatte Fläche bildet.

Der Backofen sollte nun auf 200°C Ober-Unter-Hitze vorgeheizt werden. Die Brötchen nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen und dann mit veganer Sahne bestreichen und nach Belieben mit Mohn, Sesam oder anderen Kernen bestreuen.

Die Brötchen backen ca. 20 Minuten und schmecken nach einer kurzen Zeit zum Abkühlen am besten frisch. Der Rote-Beete-Saft färbt die Brötchen vor allem, er verleiht lediglich ein sehr sehr dezentes Aroma. Sie lassen sich aber auch wunderbar in einer Brotbox aufbewahren und, vor dem Verzehr, von beiden Seiten auf dem Brötchenaufsatz vom Toaster aufbacken. Bei uns kommen sie mit einer veganen Burgerfüllung (Patti, Salat, etc.) auf den Tisch.

Ein Serviervorschlag der fertigen Buns

Ein Serviervorschlag der fertigen Buns

Ich hoffe, dass euch diese Variante gefällt und wünsche euch viel Freude beim Nachbacken. Zugleich bedanke mich herzlich für die freundliche Genehmigung von Stevan. Habt eine gute Zeit!

P.S.: Lieber Stevan, ich fürchte ich werde deinen Wunderteig nochmals verwundern müssen, denn ich möchte unbedingt auch mal schwarze (nicht vegan und nicht vegetarisch) und grüne Brötchen probieren! Aber dazu mehr an einem anderen Tag.